Freitag, 25. Mai 2012

Grandiose Rezi zu meiner Tigerlilie

Hallo meine Lieben,

kurz bevor ich heimatliche Gefilde verlasse, noch eine kurze Meldung in eigener Sache:

Luminchens Lesekiste hat meine "Tigerlilie" rezensiert und zwar mit einer absolut großartigem Beurteilung!

Liebes Luminchen, vielen, vielen Dank!

An dieser Stelle auch noch mal an all die anderen Leser ein fettes, Riesen-Dankeschön! :-D Ich freu mich irrsinnig über euer Lob :-)

Liebe Grüße, Ivy

Alexandra Gentara und ich und ein Besuch in der Erotik-Boutique

 In der UNGLAUBLICH langen Zeit ;-), die ich mich nun unter professionellen Autorinnen herumtreibe, habe ich eines herausgefunden: 
Wir sind viele. (Fast) jeder von uns. Und wir entsprechen den Klischees ... nicht ....

Gerade als ich sinnierend im Erotikshop stand, näherte sich mir eine aparte Frau. Sie lächelte und ich bekam Panik. Ich wußte doch, daß es KEINE gute Idee war, in einer Frauen-Erotikboutique zu stöbern!
Jetzt würde ich die - zweifellos - nette Anmache der Dame abwehren müssen, ihr erklären, daß ich mich zwar geschmeichelt fühle, aber keineswegs interessiert wäre.
Fünf Minuten später schämte ich mich dann. Es war weder Anmache noch sonst irgendwie erotisch inspiriert, nein, eher umsatztechnischer Natur, denn die Frau - obwohl weder mit Strapsen, High Heels und Dekolletee bis zum Bauchnabel ausstaffiert - war die Besitzerin des Ladens.
Ein Geistesblitz durchschoß mich: War das nicht? Das war doch nicht etwa?

Ja, meine Lieben, man begegnet uns überall: Im Kirchenchor, im Supermarkt, auf dem Spielplatz, im Altenheim. Wir sind, dick, dünn, klein, groß, ohne Bart, mit Bart (ob auf den Zähnen oder im Gesicht bleibt ein Geheimnis ;-) ) .... und manchmal findet man uns sogar im Erotik-Shop  ....

Warum schreibst Du?


Ich habe schon als Kind gern geschrieben. Ich habe eine sehr ausschweifende Fantasie, und damit ich nicht ständig Freunde und Familie mit erstunkenen und erlogenen Geschichten nerve, muss ich diese aufschreiben. Angefangen habe ich damit "ernsthaft" aber erst vor rund zwei Jahren, nachdem ich mit einer Freundin zusammen ein Frauenmagazin in Essen entworfen habe, für das ich heute noch schreibe. Damit wuchs in mir der Gedanke, dass ich es doch einfach mal versuchen könnte, und 2010 schrieb ich mir dann in Rekordzeit meinen ersten Roman (Der Assistent) von der Seele. Seitdem verging aber kaum ein Tag, an dem ich nicht wenigstens ein paar Zeilen in mein geliebtes Macbook getippt habe.



Der Assistent | Erotischer RomanUnter welchen Pseudonymen schreibst du?

Aua, das ist eine böse Frage. Ich bin nämlich ziemlich schizophren - jedenfalls fühle ich mich manchmal so. Dabei kann ich gar nichts dazu :) Mein erstes Pseudonym, Susan Jones, kam vom Verlag (blue panther books) und bleibt dort auch, genauso wie das neue Pseudonym Laura Young, unter dem ich bei blue panther books Kurzgeschichten veröffentliche.

Daher musste ich mir für weitere Veröffentlichungen eigene Pseudonyme überlegen, da ich eine kleine Tochter habe und dachte, dass ja nicht jeder gleich wissen müsse, was deren Mama so treibt. Von Lilian Noble gibt es erotische Geschichten mit romantischem Touch, und in welchem Genre Catherine Spanks zuhause ist, erklärt sich wohl aufgrund des Namens von selbst *grins*. Und dann wird voraussichtlich im Herbst bei ubooks ein Roman erscheinen, der wieder ganz anders ist und einen eigenen Namen braucht.

Da ich mich selbst noch "suche" als Autorin und sehr unterschiedliche Sachen schreibe, ist das aber insgesamt schon ganz gut so mit den vielen verschiedenen Namen. Welcher dann in Zukunft zu meinem wirklichen Autoren-Alter-Ego wird, weiß ich jetzt noch nicht. Mal sehen, wohin mich der Weg noch führt.



Böse NachtGeschichten - erotische SM-Geschichten
Was wäre Dein Alternativ-Job, würdest Du nicht schreiben?


Ich bin ja Hobby-Autorin, habe also durchaus einen ganz anderen Job. Nachdem ich mich jahrelang im Marketing ausgetobt habe, bin ich seit einigen Jahren selbstständig. Mein Hauptjob ist aber ebenso anrüchig wie mein Lieblingshobby - ich besitze nämlich eine Erotikboutique für Frauen! Du siehst also, ich kenne mich wirklich gut aus in diesem Bereich *lach*. Dazu bin ich Mutter, Ehefrau, Hausfrau, Redakteurin und Studentin. Genug also, um einen 20-Stunden-Tag zu füllen.


Letztes Jahr habe ich dann mit einem Freund zusammen auch noch einen eigenen Verlag gegründet - eigentlich aus ganz pragmatischen Gründen: Ich studiere an der Fernuni Hagen Kulturwissenschaften und muss während des Studiums ein Praktikum machen. Da ich zu viel Berufserfahrung habe, um wochenlang irgendwo Kaffee zu kochen, schlug ich also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Ich sammele Erfahrungen in der Verlagsbranche durch Learning by doing (meine präferierte Art, zu lernen), mache gleichzeitig mein notwendiges Praktikum bei mir selbst und kann meine erotischen Geschichten auch noch selbst verlegen. Das kommt mir als "Kontrollfreak" sehr entgegen *hüstel*.



Wo schreibst Du? Was siehst Du, wenn Du aus dem Fenster blickst?

Ich habe ein Arbeitszimmer in unserer übereinander gestapelten Fünfzimmerwohnung (=Reihenhaus) unter dem Dach. Ich sehe auf unseren Garten und auf viele alte Tannen, die hinter unserem Garten meterhoch ragen und netterweise den Blick auf die dahinterliegenden Häuser versperren. Und im Garten sehe ich meistens meine Tochter mit ihren Freundinnen, wenn sie auf dem Trampolin hüpfen oder den Garten verwüsten.



Hotel Desire - erotischer RomanHast Du eine Schreibroutine?


Ich bin ein Chaot. Das sieht man nicht nur meinem Schreibtisch an, sondern auch meinen Skripten und Aufzeichnungen. Ich kritzel ständig irgendwas, und meistens habe ich dann einen enormen Schreibschub, wenn es zeitlich gerade gar nicht passt. Dann kann es schon mal passieren, dass ich mitten in einem Telefonat einfach auflege, weil ich ganz dringend etwas "loswerden" muss, oder meinen armen Mann verdutzt im Wohnzimmer sitzen lasse und nach oben an meinen Schreibtisch flitze. Zum Glück kann der da mittlerweile mit umgehen und zeigt mir nur noch selten einen Vogel.

Meistens schreibe ich an mehreren Sachen gleichzeitig, je nachdem, was mich gerade inspiriert. Wenn mich dann eine Romanstory gepackt hat, würde ich aber am liebsten Tag und Nacht daran arbeiten, das geht nur leider aufgrund meiner sonstigen Verpflichtungen nicht. Davon träume ich noch!



Kannst Du vom Schreiben leben?



Das hängt davon ab, was man unter leben versteht *lach*. Zum Glück verdient mein Mann gut, und ich habe ja Einkünfte aus meiner Selbstständigkeit. Allerdings wächst das "Taschengeld", das ich seit zwei Jahren mit dem Schreiben verdiene, kontinuierlich, zumal auch mein eigener Verlag sich unerwartet lukrativ entwickelt, und verlockt natürlich dazu, von "mehr" zu träumen. Trauen würde ich mich das aber nicht, ehrlich gesagt, mich darauf zu verlassen, dazu bin ich wohl nicht risikobereit genug.



Lust auf dich - erotische GeschichtenWas ist Erotik für Dich?


Ein Versprechen. Ich mag einen langsamen, spannenden Aufbau, bis "es" dann soweit ist. Geschichten, die gleich mit der Tür ins Haus fallen und in denen schon auf der zweiten Seite losgevögelt wird, mag ich nicht. Erotik ist für mich viel mehr das Prickeln vorher, die Sehnsucht, die Begierde, die sich dann - nicht notwendigerweise - im Sex auflöst. Vieles im Leben strahlt Erotik aus, ohne gleich plakativ zu sein. Ein Lächeln, ein Augenzwinkern, eine Stimme, einzelne Worte, geflüstert oder hingeraunt, geschlagene Sahne mit warmer Schokoladensauce, überhaupt Essen - was ist erotischer, als ein wirklich gutes Essen? Hmmm ....



Hast Du irgendwelche Hobbys, die Dich entspannen?

Ja klar - das Schreiben :) Mein liebstes Hobby, das mich mehr entspannt als alles andere. Nur beim Schreiben kann ich mich so wirklich vergessen und ganz und gar in meiner Fantasiewelt schwelgen. Leider tut mir das Aufwachen manchmal richtig weh, und ich würde am liebsten für eine Zeit das normale Leben verdrängen. Zum Leidwesen meiner Tochter, die gelegentlich viel Geduld aufbringen muss, wenn sie mir was erzählen will und feststellt, dass Mama gerade mal wieder "gar nicht da" ist. Ich werde mich in ein paar Jahren gebührend bei ihr dafür entschuldigen.


Wer sind Deine LieblingsautorInnen?

Berühr mich! Erotische GeschichtenIch liebe John Irving, Albert Camus und alte Klassiker wie Madame Bovary oder Bücher von Dostojewski. Da ich Literaturwissenschaften als Schwerpunkt in meinem Studium gewählt habe, lese ich natürlich sehr viel, aber eben hauptsächlich Literatur.

Im Erotikgenre haben mir die Geschichten von Lilian Green super gefallen, das war mal etwas ganz anderes, vor allem sprachlich sehr herausragend. Natürlich die Klassiker - Henry Miller, großartig. Anais Nin - aufregend. Auch "Atemlose Begierde" von Isabelle Sander fand ich großartig und sehr besonders. Und die Bücher von Inka Loreen Minden/Lucy Palmer und Sandra Henke lese ich gern, auch um mir genretechnisch was "abzugucken" (aber nicht verraten, ne?).



Wie heißt Dein Lieblingsbuch?

Ich habe so viele Lieblingsbücher, das kann ich so gar nicht sagen. Madame Bovary ist eins meiner allerliebsten Bücher, das habe ich sicher schon zehnmal gelesen. Und die Stillen Tage in Clichy von Henry Miller kann ich auch beinahe auswendig herbeten. Und natürlich Gottes Werk und Teufels Beitrag von John Irving - oh Gott, ich muss schon weinen, wenn ich nur dran denke!



Wie gehst Du vor, um Plot/Figuren zu entwickeln?

Wie schon gesagt - ich bin ein (Schreib-)chaot. Meistens schreibe ich aus dem Bauch heraus - eine Idee springt mich an, lässt mich tagelang nicht schlafen, bis ich nachgebe und mich hinsetze, um daran zu arbeiten. Und dann fließt es quasi aus meinen Fingern in die Tastatur.

Aktuell arbeite ich zum ersten Mal "professionell" (jedenfalls stelle ich mir das so vor, professionelles Schreiben :) an einem Manuskript, weil das eine komplexe Handlung hat und ich da nicht einfach so drauflos machen kann. Das hält mich aber jetzt schon seit Wochen auf, und da mein Zweitname "Impatientia" ist, glaube ich nicht, dass das auf Dauer die richtige Arbeitsweise für mich ist. Momentan aber haben meine Protagonisten schon zehnseitige Lebensläufe - obwohl sie jünger sind als ich. Herrje, da kriege ich Minderwertigkeitskomplexe, wenn ich mir überlege, was die so alles schon erlebt haben!



Der Assistent 2 | Erotischer Roman
Blond, vollbusig, hemmungslos und unersättlich. Das ist die Vorstellung vieler von Erotik-Autorinnen. Welches Erotik-Autorinnen-Klischee erfüllst Du?

Alle natürlich! *lach* Aber ernsthaft, ist das Klischee nicht eher "Erotikautorinnen sind alle verklemmte und frustrierte Hausfrauen, die sich ihr eigenes degeneriertes Sexleben schön schreiben"? (Das würde schon eher ... ach, lassen wir das :-)

Als "Sexshopbesitzerin" habe ich natürlich sowieso mit ziemlich absurden Vorstellungen zu kämpfen - Du glaubst nicht, wie viele Kunden enttäuscht oder verwundert sind, wenn sie ins Geschäft kommen und sehen, dass ich weder Strapse noch einen bauchnabeltiefen Ausschnitt trage. Aber natürlich bin ich absoluter Profi in meinem Metier, und wenn jemand hundert wirklich gute Sextipps braucht, kann er mich gerne fragen *prahl* Reicht das als Klischee?



Hörst Du Musik beim Schreiben?

Meistens ja. Und meistens leitet mich die Musik dann auch. Mein aktuelles Manuskript ist getragen von Arvo Pärt und Shostakovich, wird also entsprechend nachdenklich und tiefgründig *lach*. Wenn ich SM schreibe, höre ich meistens Depeche Mode, Placebo oder VNV Nation, das kann dann also schonmal etwas wild werden. Ich finde die Idee schön, den Lesern den "Soundtrack" zum Buch mitzugeben, damit sie beim Lesen hören können, was ich beim Schreiben gehört habe, aber das geht ja leider nicht so ohne weiteres.



Was sagt Dein Umfeld zu Deiner Autorentätigkeit?

Die meisten Freunde und Bekannten haben mich schon immer für etwas "seltsam" gehalten, da war das dann nur noch das Tüpfelchen auf dem I, dass ich jetzt "auch noch" schreibe (und dann auch noch "sowas" *grins*). Meine Mutter war der Meinung, dass sie das schon immer gewusst hätte, schließlich hatte ihr schon meine Grundschullehrerin prophezeit, dass ich mal "Schriftstellerin" werden würde.

Am meisten zu leiden unter meiner Schreibmanie hat mein Mann, weil der mich in der wenigen Zeit, die wir aufgrund seiner beruflichen Eingebundenheit sowieso nur miteinander haben, oft entbehren muss. Manchmal sogar körperlich, in jedem Fall aber geistig. Und meine Tochter ist stolz - ich habe extra zwei Kinderbücher für sie geschrieben, damit sie auch mal was von Mama lesen kann (meine sonstigen Werke kann sie ja frühestens in zehn Jahren mal konsumieren, wenn überhaupt :). Allerdings erwartet sie nun zu jedem Geburtstag ein eigenes Buch von mir *schwitz*



Du darfst 24 Stunden lang unsichtbar sein. Was würdest Du tun?



Mich in die Galerie Lafayettes in Paris schleichen und darüber amüsieren, wie die Leute verwundert hinter all den Kleidern und Schuhen herstarren, die klammheimlich aus dem Geschäft schweben :)

Anschließend würde ich mich zu Paul Bocuse in die Küche mogeln und jedes Essen probieren.

Danke für die lustigen Fragen :)

Samstag, 12. Mai 2012

Mit Susanne Pointecker dem Leben auf der Spur

Mir war nicht klar, wie müde ich war, bis ich mit meinem Bürostuhl durch das Fenster schwebte. Ganz schwindelfrei bin ich zwar nicht, aber wenn ich schon mal was geboten kriege - noch dazu umsonst - nehme ich es an.
So ritt ich also auf meinem Bürostuhl im leichten Südwind gen Deutschlands Norden. Die Luft roch süß, die Vögel verabschiedeten den Tag mit fröhlichem Gezwitscher. Gelegentlich entdeckten mich ein paar Menschen und riefen und winkten aufgeregt. Ein Mann rannte vor lauter Starren gegen einen Laternenmast.
Ansonsten geschah nichts spektakuläres.
Irgendwann 300 km nördlich von Augsburg begegnete mir Susanne Klaffenböck-Pointecker. Sie flog einem dicken, weißen Kissen durch die Luft. Sie winkte mir zu und schwebte auf mich zu.
 Susanne, die Autorin von Die Bürde der Schatten nickte mir anerkennend zu.
"Ein Stuhl, wie praktisch", meinte sie.


Interviewfragen


Wie bist Du auf die Idee zu Deinem Roman gekommen?

Die Bürde der SchattenDie Idee hat mir meine eigene Großmutter geliefert. Ihr dramatisches Liebesleben hat mich derart berührt und inspiriert, dass meine Gedanken nur noch um diese Geschichten kreisten. Das Leben meiner Großmutter bildete also das Grundgerüst zu meinem Roman, den Rest musste nur noch meine Fantasie erledigen.


Drei Sätze, um mir Dein Buch schmackhaft zu machen: :-)

Jämmerliches Flüstern ließ mich mitten in der Nacht hochschrecken. Ich kannte diese Stimmen, und ich hasste sie. Seit einer Ewigkeit wurde ich von ihnen verfolgt. …“



Jeder sagt, es sei sein erster Roman, dabei setzt sich kaum jemand hin, fängt an zu schreiben und hat sofort einen vorzeigbares MS bzw. Kurzgeschichte etc. Seit wann schreibst Du?

In diesem Fall ist das Schreiben ist zu mir gekommen! Da war diese Geschichte in meinem Kopf, die ich unbedingt zu Papier bringen wollte und musste.


Wer sind Deine Lieblingsautoren/innen?

Es gibt so viele tolle Autoren, bekannte und unbekannte, da ist es mit ein paar Namen nicht abgetan. Den größten Respekt habe ich allerdings vor J.R.R. Tolkien. Er hat in seiner Mittelerde eine neue Welt geschaffen, die so bunt, faszinierend und auf gewisse so Weise real wirkt, dass ihm bestimmt keiner das Wasser reichen kann!



Bei wievielen Verlagen hast Du Dein MS eingeschickt, ehe es angenommen wurde?

Es waren viele … mindesten 25! Als unbekannter Autor darf man sich nicht scheuen, viele Verlage zu kontaktieren. Hätte ich 25 Absagen bekommen, hätte ich mich bestimmt auf die Suche nach 25 neuen Adressen gemacht. Es zählen nicht die Absagen, sondern die Zusagen ;)! Und wenn es nur eine ist, genügt das schon voll und ganz!



Wie lange hast Du an "Die Bürde der Schatten" geschrieben?

An diesem Roman habe ich fünf Jahre gearbeitet. Die erste Version war schrecklich, ich habe sie noch einmal völlig überarbeitet. Zufrieden gestellt hat mich das Ergebnis allerdings auch nicht, also habe ich beschlossen einen Schreibkurs zu belegen. In Zusammenarbeit mit Herrn Rainer Wekwerth konnte ich den Blickwinkel zu meiner Geschichte noch einmal neu definieren. Nach diesem Kurs war ich hochmotiviert und das entstandene Manuskript meiner Meinung nach vorzeigbar.



Liest Du viel? Was?

Ich lese sehr gerne. Am liebsten historische Romane, Liebesromane. Was Fantasy betrifft konnte mich bisher nur „Der Herr der Ringe“ wirklich überzeugen.



Hast Du Hobbys?

Ein Hobby ist etwas, dem man in seiner Freizeit mit Spaß und Leidenschaft nachgeht … Mir bereitet mein gesamter Alltag Spaß, dann ist wohl das Leben mein Hobby?



Was hilft Dir, Dich zu entspannen? Wo und wie findest Du Inspiration?

Früher habe ich in der Meditation meine Entspannung gefunden, heute gehe ich laufen. Die freie Natur beflügelt meine Gedanken.



Hörst Du beim Schreiben Musik?

Ja, unbedingt. Nur mit Musik kann ich abschalten und mich in meiner Geschichte fallen lassen.



Hast Du schon ein neues Projekt in Planung?

Ja, es gibt ein neues Projekt, ein zweiter Roman befindet sich gerade in seiner Entstehungsphase.



Wie sieht Dein Alltag aus? Deine Schreibroutine?

Im Moment befinde ich mich in der glücklichen Situation Vollzeit-Mama sein zu dürfen. Tagsüber bin ich also für meine beiden Kinder da, und wenn die beiden abends in ihren Betten schlummern, packe ich meinen Laptop aus und fange an zu tippen, und wenn es nur ein paar sinnlose Zeilen sind, die ich am nächsten Tag wieder löschen werde!!



Dein Roman spielt/beginnt vor dem 2. Weltkrieg. Fasziniert Dich diese Zeit?

Nein, ich mag diese Zeit eigentlich nicht besonders, sie ist düster und voller Armut. Meine Geschichte konnte aber nur während des 2. Weltkrieges funktionieren, daher musste ich sehr viel recherchieren um mich dort zurechtzufinden.


Welche Superkraft/-fähigkeit hättest Du gerne, wenn Du eine bekommen könntest?

Jede Frau hat Superkräfte, sonst könnten wir keine Kinder zur Welt bringen ;)! Außerdem habe ich ein sehr ausgeprägtes Traumverhalten und fliege dabei regelmäßig mit meinem Kopfkissen durchs Haus. – Mehr Abenteuer brauche ich wirklich nicht!

Freitag, 11. Mai 2012

Tigerlilie / Leseprobe als Podcast

Hallo meine Lieben,

bald gibt´s was auf die Ohren! :-)

Am 21.05. wird eine Leseprobe von "Tigerlilie" auf GT-Radio laufen., einen Tag später auf der EROTIC MORNING LOUNGE auf 1000Mikes.com.

Wie gewohnt liest Rena Larf. Wer sie bzw. ihre Stimme nicht kennt, hat was versäumt! Schaltet unbedingt ein. Auch die anderen Podcasts sind es wert gehört zu werden!
Und vielleicht bekommt der eine oder andere Lust, zu einer kleinen (oder größeren) Bestellung bei Amazon *ggg*

Liebe Grüße, Eure Ivy

Freitag, 4. Mai 2012

Erotische Kurzgeschichte "Heiße Zugfahrt"

Diese Story ist ein Versuch, einmal in der Ich-Perspektive zu schreiben.
Und wie immer: auch diese Story ist reine, hundertprozentige Fantasie!

Heiße Zugfahrt

Zwei langweilige Stunden zwischen zeternden Senioren, die über Kinder im Zug und über Berufstätige, die den ICE frecherweise zur Rush Hour benutzten, schimpften.
Und eingezwängt zwischen allzu wichtigen Geschäftsleuten, von denen ein schmieriger Typ eine Viertelstunde lang mit Schielem auf meinen Ausschnitt in sein Handy quakte ohne zu merken, daß es ausgeschaltet war.
Die Klimaanlage funktionierte nur schlecht. Erst hatte ich mich einpacken müssen, als wolle ich auf Polarexpedition gehen und nun war es viel zu warm im Großraumabteil. Ich schälte mich aus meiner Lammfell-Lederjacke, stieg kurz aus meinen Schaftstiefeln und schlüpfte im Schutz meiner langen Weste aus meinen Leggins. Nun trug ich außer der Unterwäsche, einem engen Shirt und meinen kurzen Lieblings-Jeansrock nichts mehr. Wohlig seufzte ich und spürte einen Blick auf mich gerichtet.
Ein neuer Fahrgast saß schräg gegenüber auf der anderen Seite des Ganges an einem der Vierertische. Da er mich ungeniert musterte, erlaubte ich mir dasselbe.
Er gefiel mir.
Sein langes Haar hatte er hinter die Ohren gestreift und ein Dreitage-Bart gab seinem ohnehin attraktiven Gesicht eine männliche Erscheinung. Seine grauen Augen blitzten, als er mein Interesse bemerkte.
Ich sah fort. Er sollte nicht glauben, ich sei auf Männerfang. Auch wenn sein Blick mein Innerstes aufwühlte und ich nichts gegen eine Annäherung seinerseits gehabt hätte.
Mein Blick wanderte erneut zu ihm. Er trug legere Jeans, Shirt und Kapuzensweater. Eine wohltuende Abwechslung zu all den Schlipsträgern hier im Abteil. Seine weiten Hosenbeine riefen die Illusion in mir hervor, wie es wäre, wenn ich meine Hand hineinschieben und das nackte Bein hinauffahren würde. Warme, weiche Haut, ein wenig rau durch die Beinbehaarung. Weiter über Knie, Oberschenkel zwischen die Beine.
Ich schluckte und zerrte an meinem Ausschnitt. Das Atmen fiel mir mit einem Mal schwer und heiß war mir auch wieder.
Ich riß meinen Blick von dem attraktiven Mann los.
Nervosität und Lust tobten in mir. Ich lächelte, mehr aus Verlegenheit, als aus vollem Bewußtsein. Doch das Objekt meiner Begierde erwiderte das Lächeln. Himmel!
Sein Lächeln jagte mir heiße Begierde durch den Unterleib.
Ich lehnte mich zurück und schloß die Augen. Ein paar Atemzüge später linste ich unter meinen Lider zu ihm herüber. Er war mit seinem I-Phone beschäftigt. Mit einer Mischung aus Erleichterung und Bedauern öffnete ich meine Augen. Ich sah aus dem Fenster und bemerkte nach einer Weile, wie sich jemand neben mich auf den freien Platz parallel zu meinem setzte.
"Hallo, mein Name ist Nick."
Mein Kopf fuhr herum und ich sah in graue Augen.


..... Fortsetzung folgt

Sonntag, 29. April 2012

Ein Ü-Ei oder: Ein Interview mit Isadorra Ewans - Ana Riba - Sara Bellford - Frau Klein

Wie sagte schon Pandora, ehe sie die berüchtigte Box öffnete?
Das Leben ist voller kleiner Überraschungen.

So ging es mir, als ich Eukalyptusbonbons lutschend vor dem Zoogehege der Koalas stand. Ich hasse diese kleinen Biester, grau und pelzig. Mit schwarzen Kulleraugen lullen sie dich ein, um dann die Mäuler zu öffnen und den Hauch des Todes zu verbreiten: Eukalyptusgeruch.
Ich hasse Eukalyptus. Vor allem wenn ich selbst danach rieche. Selbstverständlich nie freiwillig. Mein Nemesis ist stets Schnupfen, Husten, Heiserkeit.
DER Schnupfen. DER Husten. DIE Heiserkeit. Nicht dieses kleine Röcheln und Hüsteln, sondern die Titanin der Erkältungen. Big Mama der Grippeviren.
Nur diese Variante treibt mich Eukalyptus in die Arme. Mit Todesverachtung nutze ich das stinkende Zeug um Big Mama zu verjagen. Und weil mich das wiederum bösartig macht, gehe ich in diesen Zeiten bevorzugt in den Zoo und foltere Koalas, indem ich lasziv Eukalyptus vor ihrem Gehege lutsche.

So auch dieses Wochenende.
Ich stehe also nichtsahnend vor dem Käfig und schmatze vor mich hin, als mir eine lachende Frau auffällt. Sie guckte mich so komisch an. Langsam wurde mir unheimlich.
WER war die Frau? Sie schien nett zu sein. Aber Ted Bundy wirkte auch harmlos.
Während ich noch überlegte, was zu tun war, kam sie zu mir herüber. (Und sie sah mich immer noch seltsam an.)
Ich nickte ihr zu.
"Du erkennst mich nicht, was?", meinte sie grinsend, als ob sie wußte, daß ich mir im Geiste schon ausmalte, welche Bondage-Varianten sie an mir ausprobieren würde, ehe sie mich zu Hackfleisch verarbeitete.
Meine Stimme war durch die Erkältung lädiert, eine klangliche Mischung wie Joe Cocker und der hellste Sopran, also zuckte ich die Schultern.
"Ich bin Ana Riba", erklärte sie und ihr Lachen wurde breiter.
Ich blinzelte, dann fiel der Groschen. "Isadorra Ewans!"
"Und Sara Bellford", fügte sie hinzu.
"Frau Klein", konterte ich. Wir lachten.

... sie hat mich dann weder gefesselt, noch zu Hack verarbeitet. Aber ein Interview hat sie mir gegeben :-)



Interview:



Du schreibst unter verschiedenen Pseudonymen. Warum?



ChefsacheWeil ich unterschiedliches Publikum erreichen möchte. Zum einen ist da die „Sara Bellford“, bei der das Erwecken des Interesses für die von mir beschriebenen Spielarten im Vordergrund steht.

Als „Ana Riba“ erarbeite ich mir hauptsächlich das Thema „Beziehungen mit BDSM-Hintergrund“.

Neuerdings gibt es von mir noch die „Isadorra Ewans“, mit der ich einfach in erotischer Literatur schwelge und schöne Geschichten erzählen möchte. Aber ich denke, dass gerade in der erotischen Literatur nicht jeder alles mag und deshalb möchte ich mich mit meinen Pseudonymen abgrenzen.



Wie bist Du zum Schreiben gekommen? Wolltest Du schon immer schreiben?



Wie die Jungfrau zum Kinde. Einfach mal versucht, einfach mal gemacht. Ich hatte nie die Ambitionen zu schreiben. Ich habe es gerne getan, aber niemals mit dem Hintergrund eine Geschichte zu erzählen. Bis mir jemand sagte, dass ich nichts anderes tue und in diesem Moment wurde mir bewusst, dass ich eigentlich das tue, was ich gerne mache.

Fesseln der Lust 



Was reizt Dich an erotischer Literatur (schreiben/lesen oder beides :-) )



Die Vielschichtigkeit des Themas und die Tatsache, dass Erotik zu unserem menschlichen Grundbedürfnis gehört. Ich wiederhole mich da immer wieder gerne, da die Erotik ja doch leider immer noch in die Schmuddelecke gehört. Niemand – außer Autoren erotischer Literatur – schaffen es, wirklich alle Sinne der Leser anzusprechen. Animieren, locken und necken … den Leser verführen; dass ist es, was mich wirklich fasziniert.

Beim Lesen gehe ich allerdings gerne tiefer. Ich lasse mich gerne von Geschichten verführen, die – zwar erotisch sind –aber auch gleichzeitig meine Psyche fordern.



 Kannst Du vom Schreiben leben?



Jein. Sicher kann ich meinen Beitrag zur Haushaltskasse beitragen. Aber allein würde ich wohl untergehen.



Wer sind Deine Lieblingsautoren/innen?



Vivienne, Sklavin ihrer Lust
In der Erotik ist meine unumstrittene Favoritin Dominique Aury „Die Geschichte der O“. Sie bekommt allerdings im Moment Konkurrenz durch Edith Templeton mit ihrem Roman „Gordon“. Beides eigentlich keine erotischen Romane, jedoch gehen sie so tief in und an die Psyche des Lesers, dass es unglaublich ist. Vom Stil her sind sie bewundernswert. Beide Autorinnen – Spiegelbilder ihrer Zeit – kommen ohne Verbalpornografie aus. Sind in ihren Beschreibungen sexueller Handlungen eher technisch, denn emotional. Doch die Geschichten, die sie erzählen, sind psychologische Wunder.

Um mich zu entspannen, lese ich immer wieder gerne Douglas Adams. Nicht nur sein „Anhalter“ auch die „Holografische Detektei“ ist mehr als lesenswert und trifft meinen seltsamen Humor ziemlich genau.

Bei den Klassikern darf es gerne ein Hemingway sein oder auch Erich Kästner. Allerdings gibt es da so viele Bücher, die ich noch lesen will … da würde es mir wirklich schwerfallen, Namen zu nennen.  



Bei wie vielen Verlagen hast Du Dein MS eingeschickt, ehe es angenommen wurde?



Mein erstes Manuskript ging nur an einen Verlag. Es war ein Versuch, der gleich genommen wurde. Niemand war erstaunter als ich selbst. Natürlich habe ich mich riesig gefreut … Aber der normale Werdegang einer Autorin war das sicherlich nicht.



Wie lange brauchst Du für ein Manuskript?



Es kommt drauf an, wie stark mich die Idee beschäftigt. Vor Kurzem habe ich für einen großen Publikumsverlag ein Manuskript verfasst, für das ich gerade mal drei Wochen gebraucht habe. Quasi nebenbei geschrieben. War für mich auch eine neue Erfahrung.

Für gewöhnlich habe ich eine Idee, die ich bis auf ca 20 DINA4-Seiten ausarbeite, diese Idee dann zur Seite lege und mich mit einer anderen Sache beschäftige. Irgendwann – in der Zwischenzeit können Wochen oder Monate vergangen sein –nehme ich diese Idee hervor und sehe, ob sie überhaupt praktikabel ist. Dazu braucht man Abstand. Mein letztes Manuskript „Coco – Galerie der Lust“ (AT) ist ein solcher Fall. Alles in allem habe ich dafür ein Jahr gebraucht. In der Zwischenzeit musste ich aber immer mal wieder andere Ideen „zur Seite legen“.



Liest Du viel? Was?



Ich bin ein sporadischer Leser. Es gibt Wochen, da rühre ich kein Buch an, weil ich es einfach nicht schaffe, mich darauf zu konzentrieren. Denn meine Arbeit als Autorin nimmt mich doch sehr in Anspruch. Dann gibt es wieder Phasen, in denen ich innerhalb einer Woche mehrere Bücher anfange und lesender Weise verschlinge. Ich sauge diese Geschichten dann förmlich auf und sehe das als Erholung an.

Das Ponygirl und Die BestrafungIch versuche mich natürlich in der Erotik auf dem Laufenden zu halten, sehe über den Tellerrand hinweg, um mich zu informieren, was die Kolleginnen so umtreibt. Ich bin aber ehrlich: Ich lese selten zeitgenössische Erotik.

Ansonsten nehme ich mir alles zur Brust, was sich bietet. Im Moment am liebsten Bücher, die irgendwie mit Frankreich zu tun haben. So liegen auf meinem SUB Romane wie „Madame ist leider verschieden“ von Claude Izner. Auf dieses Buch bin ich richtig gespannt. Sehr gerne habe ich auch „Schweine züchten in Nazareth“ von Amanda Sthers gelesen. Ein Buch, das nur aus dem Briefwechsel einer Familie besteht. Sehr amüsant, sehr interessant.



Hast Du Hobbys?



Hobbys sind immer so eine Sache. Auch dazu braucht man ein gewisses Talent. Ich versuche seit Jahren einen Gewürzgarten in meinem Garten zu züchten. Mit mäßigem Erfolg. Aber ich bin da recht hartnäckig und ich denke, dieses Jahr wird das bestimmt was. Allerdings habe ich keinen grünen Daumen, aber jede Menge Enthusiasmus









Was hilft Dir, Dich zu entspannen? Wo und wie findest Du Inspiration?



Ich beobachte gerne. Dabei kann ich meinen Geist „fliegen“ lassen. Ein Straßencafé, eine Tasse doppelter Espresso und ein wenig Sonnenschein und schon prasselt die Inspiration auf mich ein. Ein sehr schönes Erlebnis.



Hörst Du beim Schreiben Musik?



Oh ja. Musik ist für mich ein Lebenselixier. Ohne geht gar nichts. Je nach Musik kann ich die erzeugte Stimmung sogar in meinen Texten umsetzen. Musik ist für mich ebenso eine Inspiration, wie die Person, die mir gegenübersitzt.





Hast Du schon ein neues Projekt in Planung?
Der Keller


Im August erscheint im dotbooks-Verlag mein Herzprojekt „Nicht schon wieder Kamasutra“ (AT), in dem es um zwei Freundinnen geht, die versuchen ihre eigene sexuelle Revolution zu erleben. Guter Sex und Liebe müssen sich schließlich nicht ausschließen. Aber bis dahin ist es für beide ein anstrengender und – wie ich hoffe – äußerst amüsanter Weg. Der Leser wird in einzelnen Geschichten an ihrer Erfahrungssuche teilhaben. Die Geschichten erzählen vom BDSM über Kegeltouren, die eigentlich nicht als Kegeltour gedacht sind, bis hin zu einem durchgeknallten Yoga-Guru.



Wie sieht Dein Alltag aus? Deine Schreibroutine?



Schreibroutine … hab ich nicht Ich arbeite täglich mehrere Stunden. Dabei kann es aber passieren, dass ich kein einziges Wort geschrieben habe, sondern mir z. B. nur die grobe Richtung, in die mein Text gehen soll, ausgeformt. Dafür schaffe ich dann am nächsten Tag an die 8000 Wörter. Also: Routine würde ich das nicht nennen



 Man drückt Dir 500 Euro in die Hand, mit der Bedingung, es auszugeben. Was würdest Du damit anstellen?



Da stellt sich mir die Frage, ob ich überhaupt schon mal einen 500-Euro-Schein – oder überhaupt so viel Geld - in der Hand hatte … Wahrscheinlich nicht. Ich kann mich zumindest nicht erinnern
Lustschmerz Erotischer SM-Roman
Ich fürchte, da würde bei mir ausnahmsweise der Egoismus durchschlagen. Schließlich bin ich Mutter und Ehefrau und denke somit immer erst an die Familie.

Es gibt viele Wünsche, die ich mir damit erfüllen würde. Ein Parfüm, ein wenig Kosmetik, das ein oder andere Buch. Etwas Futter für die Seele halt.



Danke an Ivy, dass sie mir die Gelegenheit gegeben hat, mich vorzustellen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, die Fragen zu beantworten.


Sonntag, 22. April 2012

Bericht meiner Lesung in der Nudelmanufaktur "delicat.essen"


Hallo meine Lieben,

der lange überfällige Bericht meiner Lesung vom 14.04. in Augsburg.

Wie immer kam ich eine angemessene Zeitspanne vorher an. Mein Trolley war übervoll, mein Kleidchen kurz, neu und erotisch - wie es sein soll ;-) Ich hatte in der Woche vorher Stunden mit Üben verbracht.
Interessanterweise scheinen sich die wenigsten Leute darüber Gedanken zu machen, was ein Autor im Vorfeld für Bemühungen unternimmt, sich auf Lesungen vorzubereiten. Ich kann allen versichern: Ich übe mind. 8 - 10 Std. für jede Lesung. (Vor der letzten kam ich auf mehr Stunden, glaube ich.)
Zurück zur Lesung im delicat.essen:
Die Tische waren um meinen Katzentisch herum aufgestellt, so daß jeder Gast guten Blick auf mich hatte. Rosen auf dem Tisch, Stoffservietten auf den Plätzen, es war geschmackvoll, elegant.
Ein Traum!
Ich konnte meine Mitbringsel aufbauen, genehmigte mir einen Schluck zu trinken und erwartete die Gäste.
Tatsächlich kamen 13 lesungswillige, hungrige Besucher, die ich alle persönlich begrüßte.
 Guarana gebeizte Jacobsmuscheln und Wildlachs
 im Mosaik
Nach einer kleinen Schweinerei - einem kulinarischen Gruß aus der Küche legte ich auch prompt los. Ich war fröhlich, ich war charmant und führte meine Zuhörer durch die Welt der Erotik und aphrodisierenden Speisen, bis das Hauptgericht serviert wurde: 
Guarana gebeizte Jacobsmuscheln und Wildlachs im Mosaik

Danach legte ich direkt mit der szenischen Darstellung meiner Einstiegsszene aus "Ghost Lover" los, gefolgt von der erotischen Küchentisch-Szene.

Das Hauptgericht wurde serviert: scharf gewürzte Kalbsravioli auf Mandel-Spargelbett.
Einfach köstlich!

Ananas-Sorbet und
Flan von Grand-Manier und Kolanuss
Vor dem Dessert kam ich zum Lesungs-Höhepunkt: Tigerlilie. Wie immer eine Einstiegsszene, um meinen Zuhörern ein Gefühl für meine Hauptfiguren und die Story zu geben und erst dann die erotische Szene. Ich hatte die Stelle ausgewählt, in der Anna zornig über die Doppelmoral des ton zu Christopher geht und daraufhin die Erfahrung macht, was es heißt, einen dominanten Bettgefährten zu haben :-)
Abschließend gab es also das Dessert und irgendwie war der Abend so schön rund und gemütlich, daß ich meine Gäste nicht mehr unterbrach, um die Fragerunde einzuläuten.

Resümierend: Auch in Augsburg steppt der Bär, was Erotik betrifft.
Das Ambiente/Lokal waren ein eleganter Traum, das Menü ein kulinarisches Gedicht und die Gäste einfach eine Wucht :-)

Und wieder kann ich nur versichern: Es war nicht meine letzte Lesung!
Ivy Paul by Carmen Gabsch

Liebe Grüße, Ivy

Montag, 16. April 2012

Hallo meine Lieben,

letzte Woche war ich auf dem Plärrer zum Interview mit dem Augsburger Hitradio RT1 geladen:

Ivy Paul auf Hitradio RT1

Hatte mich so schön auf Flirt im Kontext zu Erotik vorbereitet und dann wollte Alexander Wohlrab gar nichts in der Richtung wissen ;-)

Nichtsdestotrotz, es war ein schöner Nachmittag. Lernte zwei AEV-Spieler kennen und plauderte recht nett mit den beiden.
Und die Sterndlalm war ein wirklich sehr schönes Ambiente! Unter Bierzelt stelle ich mir immer etwas miefiges, ekliges vor, aber dort war es stilvoll ;-) Also, durchaus eine Empfehlung von mir, einer Bierzelt-Verweigerin ;-) .

Liebe Grüße, Ivy

PS: Ich kann auch hochdeutsch ;-)